Presse

Pressemitteilung vom 25.4.2011

ADFC setzt sich für andere Standorte der Ampelmasten in der Hollerstraße ein

Mit einer Klebeaktion an den Ampelmasten der östlichen Hollerstraße macht die Aktivengruppe Rendsburg des ADFC auf ihre Forderung nach Versetzung der Ampelmasten aufmerksam. Derzeit werden die Ampelanlagen ohnehin erneuert. Deshalb fordert der ADFC zur Erhöhung der Sicherheit die Versetzung einiger Ampelmasten im Rahmen der ohnehin durchzuführenden Maßnahme.

In Büdelsdorf werden derzeit in der Hollerstraße die Lichtsignalanlagen erneuert. Dabei werden die Masten ausgegraben und zum Teil versetzt.

Bodo Schnoor, Sprecher der Aktivengruppe Rendsburg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs e.V. (ADFC) nahm Kontakt mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, der Straßenverkehrsbehörde des Kreises und der Büdelsdorfer Stadtverwaltung auf. Es gab Gespräche, die nach Auffassung des ADFC zum Teil konstruktiv verliefen. Nach Meinung der ADFC-Aktiven aus dem Raum Rendsburg stehen die Ampelmasten derzeit gefährlich im Weg. „An der Einmündung der Ulmenstraße teilt die südliche Ampel den ohnehin viel zu schmalen kombinierten Geh- und Radweg ziemlich genau in der Mitte. Fußgänger mit Kinderwagen, Radfahrer mit Anhänger oder Tandems kommen kaum daran vorbei. Konflikte zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern sind vorprogrammiert“, nennt Bodo Schnoor ein Beispiel. Im Bereich der Einmündung der Parkallee würden Fußgänger durch den Standort der Ampel regelrecht auf den Radweg gezwungen. An insgesamt sieben Stellen haben die Aktiven des ADFC Ampelmasten mit einem Hinweis auf ihre Forderung beklebt. „Ein Pfeil zeigt an, wohin wir uns den Mast wünschen. Darunter steht das ungefähre Maß“, erläutert Bodo Schnoor.

Der Radverkehr soll in Deutschland im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans gestärkt werden. Rechtlich ist das Fahrzeug Fahrrad den Kraftfahrzeugen seit 1997 gleichgestellt. „Die Stadt Büdelsdorf hatte sich 2005 selbst in ihre Ziele und Grundsätze geschrieben, dass sie umweltgerechte Verkehrsarten gegenüber dem individuellen motorisierten Verkehr vorrangig entwickeln wolle. Der Radverkehr ist in der Hollerstraße schon jetzt mit Alltagsradlern sehr stark vertreten. Damit das Fahrrad attraktiv ist, muss es konkurrenzfähig sein. Dazu gehört, dass Fahrradfahrer nicht unnötig ausgebremst werden“, betont Bodo Schnoor. Es ginge nicht um ein rücksichtsloses Rasen, sondern um ein zügiges und sicheres Vorankommen. So wie die augenblicklichen Planungen es vorsähen, werde die Slalomfahrt für Radfahrer extrem verstärkt, kritisieren die ADFC-Aktiven. Für den Kraftfahrzeugverkehr würden die Ampeln sogar in der Nacht ausgeschaltet, die neuen Ampelmasten stünden für Fahrradfahrer aber 24 Stunden behindernd im Weg. „Im Gegensatz zur Hollerstraße-West besteht in der östlichen Hollerstraße noch eine Radwegebenutzungspflicht. Daher darf das gleichberechtigte Fahrrad nicht durch unnötige Hindernisse und Gefahrenstellen ausgebremst werden“, mahnt Bodo Schnoor. Für die Woche nach Ostern planen die ADFC-Aktiven weitere Protestaktionen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub e.V. ist seit zwei Jahren in Rendsburg mit einer Aktivengruppe vertreten. Neben einem Tourenprogramm und einem monatlichen Radlerstammtisch gehört die verkehrsrechtliche Aufklärung und die verkehrspolitische Einflußnahme zu den Tätigkeiten der Aktiven des ADFC in Rendsburg und Umgebung.Informationen zur Aktivengruppe Rendsburg finden sich auf http://adfc.schnoor.eu.

Bodo Schnoor beim Befestigen der Protestblätter

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